THC-Werte im Straßenverkehr

Mit „null Toleranz“ und doppelten Standards bleibt die Legalisierung für viele Cannabis-Freunde sinnfrei 

Die Luxemburger Regierung will Cannabis auch für den Freizeitgebrauch legalisieren. Damit steht das Großherzogtum international zwar nicht alleine da. Trotzdem bedeutet dies eine Politik entgegen der strengen Prohibition, die etwa viele europäische Länder nach wie vor betreiben. Vor allem im Vergleich zum Alkohol gelten aber hierzulande sehr strenge Grenzen, wie viel Cannabis im Blut von aktiven Verkehrsteilnehmern gefunden werden darf. Selbst bei nur moderatem Konsum kann der entsprechende Grenzwert noch Tage nach Abklingen der akuten Wirkung überschritten werden – mit vielen negativen Folgen.

Obwohl der Cannabis-Rausch nach Ansicht vieler Forscher nach spätestens acht Stunden endgültig vorbei ist, kann der Wirkstoff THC noch lange Zeit danach im Blut nachgewiesen werden

Obwohl der Cannabis-Rausch nach Ansicht vieler Forscher nach spätestens acht Stunden endgültig vorbei ist, kann der Wirkstoff THC noch lange Zeit danach im Blut nachgewiesen werden Foto: AFP/Patrick T. Fallon

Das erklärte Vorhaben, Cannabis auch für den Freizeitgebrauch umfassend zu legalisieren, hat Luxemburg internationale Beachtung eingebracht, oft sogar Bewunderung. Kein Wunder: Das grüne Kraut gilt schließlich als die beliebteste Droge weltweit, was auch in Luxemburgs Straßen, Diskotheken und Parks nicht zu überriechen ist. Jahrzehntelang bestehende Behauptungen über die große Gefahr, die angeblich davon ausgeht, werden mittlerweile nicht nur von den Freunden des Hanfs selbst angezweifelt, sondern auch von vielen Wissenschaftlern als zumindest stark überzeichnet angesehen.

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