Debatte
Mentale Krankheiten enttabuisieren: Parlament spricht über Suizid und die psychischen Folgen der Pandemie
Die Problematik mentale Gesundheit und Suizidprävention hat das Parlament in der Vergangenheit bereits mehrmals aufgegriffen. Die Corona-Pandemie lieferte jedoch einen neuen Anlass dazu, sind doch die Folgen dieser sanitären Krise auf den psychischen Zustand der Bevölkerung offensichtlich. Rund ein Drittel der Bevölkerung gab in einer rezenten Statec-Umfrage an, die Pandemie habe ihr Wohlbefinden beeinträchtigt.
Gilles Baum (DP) ging auf die mentalen Probleme der Menschen während der Krise ein Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Das Thema bietet wenig Anlass für parteipolitische Polemik. Der parteiübergreifende Konsens im Parlament konnte demnach nicht überraschen. Einigkeit herrscht darüber, dass die mentale Gesundheit politische Priorität genießen müsse, die Arbeit der Psychiater aufgewertet werden sollte. Die Kosten für die Therapien beim Psychotherapeuten müssten von der Gesundheitskasse übernommen werden. Das Thema mentale Gesundheit und Suizid müsse enttabuisiert werden, so die einhellige Meinung.