Chamber
Mehr Respekt vor der Opposition: Grüne ziehen politische Bilanz vor der Sommerpause
Gesellschaftliche Spaltung, hausgemachte Sozialkonflikte, Klimakrise und eine Regierung, die diese Entwicklungen noch befeuert. So in etwa lässt sich die Bilanz von „déi gréng“ zusammenfassen, mit der die Partei in die politische Sommerpause geht.
Grüne Bilanz (v.l.): Joëlle Welfring, Schatzmeister Serge Faber, Sam Tanson, Meris Sehovic, Parteipräsident François Benoy, Djuna Bernard Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
„Vieles ist aus dem Gleichgewicht geraten.“ Mit diesen Worten beginnt Sam Tanson, Vorsitzende der grünen Abgeordneten im Parlament, ihre politische Bilanz kurz vor der Sommerpause. Der demokratische Diskurs in Luxemburg leidet, so die Analyse der Politikerin, sei es Sozialdialog, Klimafragen oder der Nahostkonflikt. „Jeder campiert auf seiner Position“, sagt Tanson. Für „déi gréng“ hat die Regierung einen Anteil an dieser Entwicklung. Frieden und seine Ministerriege würden immer wieder Themen und verschiedene Akteure der luxemburgischen Gesellschaft gegeneinander ausspielen. Seien es Alt gegen Jung in der Pensionsreform, Wirtschaftswachstum gegen Arbeitsrechte oder Klimaschutz gegen Wohnungsbau.