Strompreise
Méco fordert, dass Wärmepumpe und E-Auto „günstiger sein müssen als fossile Brennstoffe“
Unter den gestiegenen Strompreisen würden die Haushalte mit am meisten leiden, die frühzeitig in Wärmepumpen und E-Autos investiert haben, befürchtet das „Mouvement écologique“. Und fordert die CSV-DP-Regierung dazu auf, die Energietransition sozial gerecht zu gestalten.
Blanche Weber, Präsidentin des „Mouvement écologique“, gestern bei der Pressekonferenz im Oekozenter Pafendall Foto: Editpress/Julien Garroy
Durch die schrittweise Wiederaufhebung des von der vorigen Regierung beschlossenen Strompreisdeckels und wegen der neuen Tarifstruktur für das Niederspannungsnetz ist Strom seit Anfang dieses Jahres teurer geworden. Für wen, wann und um wie viel ist noch größtenteils unklar. 2026, wenn der Deckel vollständig entfällt, werden die Strompreise voraussichtlich erneut steigen. Das „Mouvement écologique“ sorgte sich gestern auf einer Pressekonferenz darum, dass insbesondere die Bürger unter der Preiserhöhung leiden, die schon überdurchschnittlich viel Geld in klimaschonende, mit Strom betriebene Geräte wie etwa Wärmepumpen investiert haben. Die Preise für Strom an öffentlichen Chargy-Ladesäulen für Elektroautos seien beispielsweise um 50 Prozent gestiegen. Wärmepumpe und E-Auto müssten jedoch „günstiger sein als fossile Brennstoffe“, fordert die Umweltorganisation in einer Mitteilung. Bei „so manchen Bürger:innen“ sei die Verunsicherung groß, was wohl auch daran liegt, dass präzise, gebündelte und leicht verständliche Informationen zu den am 1. Januar in Kraft getretenen Änderungen bislang fehlen.