Sprengung von Geldautomaten
Luxemburgs Polizei konnte in fünf Jahren 12 Täter dingfest machen
Wer wird Millionär? Auf jeden Fall nicht die Räuber, die Luxemburgs Geldautomaten in die Luft jagen. Denn erstens ist das Geld danach unbrauchbar und zweitens gehen sie auch international der Polizei ins Netz, wie die Antwort von Finanz-, Justiz- und Innenministerium auf eine parlamentarische Anfrage nun offenlegt.
Große Verwüstung, aber keine Beute: In Reisdorf mussten die Räuber im Januar ohne Geld abziehen Foto: Editpress/Julien Garroy
Nachts auf dem Land in Luxemburg. Das orange Licht der Straßenlaternen erhellt menschenleere Dorfstraßen, in unregelmäßigen Abständen durchschneidet der Motorenlärm eines Autos die Stille. Dann – ein ohrenbetäubender Knall. So oder ähnlich muss es den Anwohnern in Reisdorf, Saeul und Oberpallen Anfang dieses Jahres ergangen sein. Innerhalb von nur einer Woche versuchten Räuber hier die örtlichen Geldautomaten in die Luft zu jagen und sich die Taschen mit Bargeld vollzustopfen. Ohne Erfolg, wohlgemerkt – die Täter mussten ohne Beute von dannen ziehen, wie die Polizei gegenüber dem Tageblatt erklärte.