Justiz
Luxemburgs Chefankläger John Petry fordert Transparenz und Tempo bei Reformen
Luxemburgs Generalstaatsanwalt John Petry spricht über überlastete Ermittler, schleppende Digitalisierung, die Rolle der Presse – und darüber, warum Luxemburg kein Provinzgericht mehr sein kann.
John Petry steht der Luxemburger Magistratur seit zweieinhalb Monaten vor Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Der Luxemburger Generalstaatsanwalt John Petry hat im Interview mit RTL Radio eindringlich auf strukturelle Probleme im Justizwesen hingewiesen. Besonders im Strafrecht führten überlange Verfahrensdauern zu einem Vertrauensverlust in den Rechtsstaat. „Das ist nicht förderlich für den Respekt gegenüber unseren Institutionen“, sagte der Generalstaatsanwalt. Petry hat den Posten am 1. Februar von seiner Vorgängerin Martine Solovieff übernommen.