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Luxemburger Regierung nimmt Gesetzentwurf zur Meterkonvention von 1875 an
Der Regierungsrat hat am Freitag François Biltgen erneut als Kandidaten für den Europäischen Gerichtshof benannt. Und: Luxemburg tritt der metrischen Konvention offiziell bei.
Das metrische System wird in Luxemburg bereits seit 1816 angewandt Symbolfoto: Annette Riedl/dpa
Kuriose Meldung aus dem Regierungsschreiben am Freitagabend: Der Regierungsrat hat nämlich den Gesetzentwurf zur Genehmigung der am 20. Mai 1875 in Paris geschlossenen Meterkonvention (BPIM) angenommen.
Das bedeutet, dass Luxemburg, das auch erst seit 2014 beigeordnetes Mitglied der Konvention ist, erst künftig vollwertiges Mitglied in der Konvention ist. „Die Beteiligung Luxemburgs als Mitgliedstaat des BIPM gewährleistet einen direkten Zugang zu wesentlichen Leistungen im Bereich der messtechnischen Rückführung, zu internationalen Vergleichen und zu Referenzen auf höchstem metrologischem Niveau sowie eine aktive Mitwirkung in den beratenden Ausschüssen des Internationalen Komitees für Maß und Gewicht“, schreibt der Regierungsrat am Freitag.
Francois Biltgens europäisches Amt wird voraussichtlich um weitere sechs Jahre verlängert werden Editpress
Das metrische System wird in Luxemburg bereits seit 1816 angewandt. Damals erließ Wilhelm I., der in Personalunion Luxemburg und die Niederlande regierte, ein einheitliches Gesetz zur Einführung des metrischen Systems.
Der Regierungsrat hat am Freitag auch eine wichtige Personalie beschlossen: François Biltgen wird wohl noch weitere sechs Jahre als Richter am Gerichtshof der Europäischen Union fungieren. Einen entsprechenden Vorschlag, den Juristen und ehemaligen CSV-Minister erneut der Konferenz der Mitgliedstaaten vorzuschlagen, hat der Regierungsrat am Freitag gebilligt. Biltgens Amtszeit läuft im Oktober 2027 aus.