Pressefreiheit
Luxemburger Journalistenverband warnt: Berichterstattung über den Hof muss frei bleiben
Der Journalistenverband ALJP „wundert“ sich am Mittwochnachmittag über den Gegenwind, der Pressevertretern in Luxemburg bei der Berichterstattung über den großherzoglichen Hof entgegenweht. Der Verband warnt vor „Gift für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Luxemburg“.
Schloss Berg ist die Hauptresidenz des Großherzogs Foto: Editpress/Alain Rischard
Dass Journalisten nach einem kritischen Artikel ebenfalls kritisiert werden, ist selbstverständlich – das schreibt die ALJP („Association luxembourgeoise des journalistes professionels“) am Donnerstag in einer Pressemitteilung. Der Luxemburger Journalistenverband bezieht darin Stellung zu dem von Großherzog Henri verfassten offenen Brief vom vergangenen Montag. Dass die Berichterstattung über mutmaßliche Missstände am Hof vom Großherzog als „Attacke“ gegen seine Ehefrau charakterisiert würde, sei problematisch: „Das Haushaltsgesetz sieht keinen speziellen Posten für die Ehefrau des Großherzogs vor“, schreibt die ALJP. „Wie in anderen Ländern sollte es daher selbstverständlich sein, dass der Hof Rechenschaft über Ausgaben ablegt, die Steuerzahlende bezahlen müssen.“