Schule
Luxemburg setzt beim Mobbing auf unterschiedliche Lösungen
Luxemburger Schulen haben keine einheitliche Herangehensweise bei Mobbing. Vielmehr ist es den einzelnen Bildungsstätten überlassen, Richtlinien, Maßnahmen und Strategien auszuarbeiten. Unterstützung gibt es aber zuhauf, betont Bildungsminister Claude Meisch.
Stop Mobbing richtet sich an Grundschulen und Lyzeen. Die Vermittler der Initiative begleiten Schüler oder gar ganze Klassen und helfen auch Lehrern und Eltern. Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Gewalt hat viele Formen. Eine der häufigsten davon an Luxemburger Schulen ist das Mobbing. Trotz unzähliger Kampagnen hat das bewusste Schikanieren und Ausgrenzen unter Mitschülern in den letzten Jahren nicht abgenommen. Im Gegenteil: Laut einer Studie der EU-Initiative Erasmus+ nahm im Großherzogtum vor allem der Anteil junger Täter zwischen 11 und 15 Jahren in den letzten Jahren deutlich zu. Dabei spielt auch die Schärfe der Angriffe, die sich vermehrt im digitalen Raum abspielen, eine immer gewichtigere Rolle: Inzwischen werden körperliche, verbale und soziale Verhaltensweisen, bei der eine Partei die andere absichtlich und wiederholt verletzt oder schädigt, bereits in der Grundschule oder in Betreuungseinrichtungen festgestellt.