Millionen für die Kriegskasse

Luxemburg erfasst Gasimporte aus Russland nicht in den Statistiken. Die Opposition wundert sich.

Luxemburg importiert und bezahlt immer noch Flüssiggas aus Russland. Trotz Krieg in der Ukraine. Doch die Statistiken erfassen die Importe nicht. Unerklärlich, finden Oppositionspolitiker der LSAP und der Grünen.

Das Logo des russischen Energiekonzerns Gazprom an einer seiner Tankstellen neben einem Straßenschild mit der Aufschrift „Zutritt verboten“

Das Logo des russischen Energiekonzerns Gazprom an einer seiner Tankstellen neben einem Straßenschild mit der Aufschrift „Zutritt verboten“ Foto: AFP

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine tobt seit mehr als drei Jahren. Die EU hat mittlerweile ihr 19. Sanktionspaket gegen Russland verhängt. Die sollen die russische Wirtschaft schwächen und so die Kosten des Krieges erhöhen. Auch Gas und Öl sind betroffen. Eigentlich. Denn die Europäer importieren weiterhin unter anderem Flüssiggas aus Russland. Tageblatt-Recherchen zeigen, dass 2024 in Luxemburg der Gasanteil aus Russland 14 Prozent betrug. Umgerechnet hat das Großherzogtum damit vergangenes Jahr 33 Millionen Euro für russisches Gas überwiesen. Und das, obwohl in den Statistiken zum Gasverbrauch überhaupt kein russisches Gas auftaucht.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

LSAP-Gesetzesvorschlag

CSV und DP wollen keinen Sonderurlaub für Blutspender

Sprachlernplattform

3,8 Millionen Euro für LLO – doch die App streikt