Außenministerium
Luxemburg besorgt über Konflikt im Nahen Osten – Pressekonferenz zur Lage am Sonntagabend
Luxemburg zeigt sich „sehr besorgt“ über die Kämpfe zwischen den USA, Israel und Iran, unterstützt Landsleute vor Ort und steht mit Luxair in Kontakt. Das Außenministerium rät von Reisen in die Krisenregion ab und will die Öffentlichkeit am Sonntagabend umfassend informieren.
„Sehr besorgt“ ist der Luxemburger Außenminister Xavier Bettel Foto: AFP
Die luxemburgische Regierung verfolgt die Kämpfe zwischen den USA, Israel und Iran sowie die Entwicklungen im Nahen Osten „mit großer Sorge“. Das teilt das Außenministerium in einer Pressemitteilung mit. Premierminister Luc Frieden (CSV) und Vizepremier Xavier Bettel (DP) kamen am Samstag zu einer Lagebesprechung zusammen, um mögliche Folgen für luxemburgische Staatsangehörige und die regionale Stabilität zu erörtern. Luxemburg will sich weiter eng mit europäischen Partnern und Akteuren in der Region abstimmen.
Am Sonntagabend um 18.30 Uhr wollen Bettel und Luxair-CEO Gilles Feith vor die nationale Presse treten, um die Öffentlichkeit umfassend zu informieren.
Das Außenministerium unterstützt nach eigenen Angaben über den konsularischen Dienst Luxemburger vor Ort und steht in Kontakt mit Luxair. Betroffene sollen Anweisungen der lokalen Behörden befolgen, sich laufend informieren und ihre Aufenthalte auf der Plattform LamA (Link) registrieren. Derzeit rät das Ministerium „formell“ von Reisen in die Golfstaaten ab, da Sperrungen und Störungen des Luftraums länger andauern könnten.
In der Mitteilung bekräftigt die Regierung ihre Solidarität mit dem „seit Jahrzehnten brutal unterdrückten“ iranischen Volk und verweist auf ihre Unterstützung für internationale Initiativen sowie EU-Sanktionen, darunter auch die jüngste Einstufung der Revolutionsgarden als Terrororganisation durch die EU. Zugleich erklärt Luxemburg Solidarität mit Ländern der Region, die iranischen Vergeltungsangriffen ausgesetzt sind, und fordert Iran auf, diese umgehend einzustellen. Alle Seiten müssten Zurückhaltung üben, deeskalieren, Zivilisten schützen und das Völkerrecht achten.