Luxemburg

Lockdown light für die Baubranche: Kollektivurlaub trotz Corona-Krise

Die Frage, ob der Kollektivurlaub im Bausektor noch angebracht ist, beschäftigt die Branche immer wieder. Doch so akut wie 2020 stellte sie sich noch nicht. Da Gewerkschaften und Unternehmer sich jedoch nicht verständigen konnten, wird es auch dieses Jahr zur Zwangspause kommen, der zweiten nach dem Lockdown.

Auch in diesem Sommer wird es auf den Baustellen zur Zwangspause kommen

Auch in diesem Sommer wird es auf den Baustellen zur Zwangspause kommen Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

„Der Monat August ist für uns der beste Monat“, sagt Bauunternehmer Nedzad Rastoder, Chef einer zehn Mann starken Firma. Ginge es nach ihm, würde der Kollektivurlaub der Vergangenheit angehören. Die fünf Wochen Baustopp wegen des Lockdown bedeuten nicht nur fünf Wochen Verzug auf die geplanten Arbeiten. Hinzu kämen Verspätungen, weil auch kommunale und staatliche Verwaltungen langsamer drehten, da auch dort Mitarbeiter zu Hause blieben. Vorteile hätte eine flexible Gestaltung des Urlaubs auch für die Mitarbeiter selbst. Sie könnten sich ihren Urlaub auf andere Monate verteilen, müssten ihn nicht unbedingt in der Haupt- und somit teuersten Saison nehmen, meint er. Verständnis für eine baldige Pause dieses Jahr hat er dennoch. Er spüre bei seinen Mitarbeitern den Wunsch auf baldigen Urlaub. Der eine oder andere würde am liebsten gleich jetzt losziehen. Die Corona-bedingte Pause sei ja kein Urlaub gewesen, sagt er. Die Menschen konnten ja nirgendwohin fahren.

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