Parlament
LSAP und „déi gréng“ für höhere Zigarettenpreise
Der Preisunterschied bei Benzin und Diesel in Luxemburg im Vergleich zu den Nachbarländern ging in letzter Zeit zurück, vergrößerte sich jedoch bei Zigaretten und Tabak. Während LSAP und „déi gréng“ sich am Donnerstag im Parlament für eine Steuererhöhung bei den Tabakwaren aussprachen, zeigte sich Finanzministerin Yuriko Backes (DP) mehr als zurückhaltend. Mit ihr werde es keine „abenteuerliche Steuerpolitik geben, insbesondere nicht in der aktuellen Situation“. Rund fünf Prozent des Staatsbudgets stammt vom Verkauf von Tabakerzeugnissen.
Geht es nach LSAP und „déi gréng“, gibt es bei den Zigarettenpreisen noch Luft nach oben Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Die Zahlen sind beeindruckend. Vier Milliarden Zigaretten wurden dieses Jahr verkauft. Das sind rund 6.200 Zigaretten pro Einwohner, wie der CSV-Abgeordnete Gilles Roth vorrechnete. Gleichzeitig gingen 4.950 Tonnen loser Tabak über die Ladentheke. 7,75 Kilogramm pro Einwohner. Über Akzisen und Mehrwertsteuer kassiert der Staat dabei über eine Milliarde Euro. Das ist mehr als die Hälfte der Körperschaftssteuer und ein Viertel der Einkommenssteuer. Rund fünf Prozent des Staatshaushalts kofinanzieren die Raucher und Raucherinnen. Allein dieses Jahr streicht der Staat 800 Millionen Euro bei den Akzisen auf Tabak und zusätzliche 220 Millionen Euro Mehrwertsteuer ein.