Datensouveränität

Keine externen Firmen mehr: Luxemburger Staat will sich die Hoheit über seine Daten sichern  

Luxemburg setzt auf digitale Souveränität. Die Regierung hat am Donnerstag einen neuen Cloud-Vertrag mit Clarence SA unterzeichnet. Das Ziel: Bei der Verarbeitung von Daten von der Erhebung bis zur Nutzung soll der Staat auf keine externen Firmen angewiesen sein.

Mindestens so sicher wie Papier: Paul Konsbruck (l.), Stéphanie Obertin (M.) und Gérard Hoffmann (r.) unterzeichnen Partnerschaft

Mindestens so sicher wie Papier: Paul Konsbruck (l.), Stéphanie Obertin (M.) und Gérard Hoffmann (r.) unterzeichnen Partnerschaft Foto: SIP

Die luxemburgische Regierung hat am Donnerstag eine Partnerschaft mit Clarence SA, einer gemeinsamen Unternehmung von LuxConnect und Proximus Luxembourg, geschlossen. Das teilt Clarence SA in einem Presseschreiben mit. Ziel sei demnach der Betrieb einer vollständig isolierten Cloud-Plattform zur Verarbeitung sensibler Daten im öffentlichen Sektor. Die Lösung wird über das „Centre des technologies de l’information de l’État“ (CTIE) implementiert und soll höchste Datensouveränität garantieren – das heißt, die Erhebung und Verarbeitung der Daten durch Dritte soll nur noch bei expliziter Erlaubnis durch den Staat möglich sein.

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