Lieferkettendirektive
Keine Zeit für Menschenrechte: Kritik an Aufschub von EU-Direktive
Mehrere Jahre und lange Verhandlungen mit einigen Abschwächungen des Ergebnisses hat es gedauert, bis das Europäische Parlament im April 2024 das sogenannte Europäische Lieferkettengesetz beschloss. Nun haben die EU-Abgeordneten im Eilverfahren dessen Verschiebung zugestimmt.
Ziel des Lieferkettengesetzes ist es, Menschen- und Umweltrechte weltweit zu stärken Karikatur: Carlo Schneider
Die EU-Parlamentarier entschieden am Donnerstag vergangener Woche mit 531 gegen 69 Stimmen bei 17 Enthaltungen dafür, die Frist für die Umsetzung der „Corporate Sustainability Due Dilligence Directive“ (CSDDD) – so der offizielle Name der Europäischen Richtlinie über die Sorgfaltspflicht von Konzernen bezüglich der Einhaltung von Menschen- und Umweltrechten in ihren Lieferketten – in nationales Recht durch die Mitgliedstaaten um ein Jahr zu verschieben.