Gleichstellung

Keine Datenerhebung zur Rollenverteilung in der Corona-Krise

Die vergangenen Monate haben unser aller Leben auf den Kopf gestellt. „What a time to be childless“ hieß es vielerorts in den sozialen Medien. Denn wer plötzlich den ganzen Tag mit Partner und Nachwuchs aufeinanderhockt, Homeoffice und Homeschooling unter einen Hut bringen und daneben den Haushalt schmeißen musste, für den konnte der Lockdown schon mal zu massivem Stress führen. Daten zu möglichen Ungleichheiten zwischen Geschlechtern will die Regierung jedoch nicht erheben.

Am 7. März waren Hunderte Frauen für mehr Gleichberechtigung auf die Straße gegangen. Die sanitäre Krise, die nur ein paar Tage später einsetzte, droht nun die Emanzipation zurückzuwerfen. 

Am 7. März waren Hunderte Frauen für mehr Gleichberechtigung auf die Straße gegangen. Die sanitäre Krise, die nur ein paar Tage später einsetzte, droht nun die Emanzipation zurückzuwerfen.  Foto: Editpress/Julien Garroy

Bei der Familie von Liz Thomé war das zum Glück nicht so. „Wir sind eine moderne Patchworkfamilie“, sagt die Mutter, deren eigene Kinder bereits erwachsen und ausgezogen sind. Die Kinder ihres Mannes sind 10 und 16 Jahre alt. Die beiden wohnen eigentlich in Deutschland bei ihrer Mutter. Während des Lockdowns hat der Nachwuchs jedoch sechs Wochen bei seinem Vater und Liz Thomé in Luxemburg verbracht. 

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