Kulturkommission
Keine Aufklärung im CNA – doch der Stuhl von Direktor Gilles Zeimet wackelt
In der Kulturkommission der Chamber war am Mittwoch Fragestunde zu den Missständen im CNA angesagt. Minister Eric Thill und Direktor Zeimet gaben allerdings eher Antworten der Kategorie „Ausweichmanöver“.
Ein Foto aus dem Jahr 2024 aus den Archiven des CNA Foto: Editpress/Alain Rischard
Ein Vorteil des Umstands, dass das Parlament seine Kommissionssitzungen live überträgt, wurde am Mittwoch im Kulturausschuss ersichtlich: Man kann den Menschen ansehen, wie sie sich verhalten. Und wer sich heute Gilles Zeimet, den Direktor des CNA, angesehen hat, der sah einen sehr verkrampften, um Kontrolle bemühten, fast zusammengekauerten Mann. Um es mit den Worten des Piraten-Abgeordneten Sven Clement zu sagen: „Der ist nicht mehr lange dabei.“
Die Liste der Vorwürfe an Zeimet ist lang: eine verpfuschte Ausstellung mit Schäden an den Exponaten. Mindestens zehn Fälle von Mobbing am Arbeitsplatz sollen registriert worden sein – davon hat der Kulturminister Eric Thill (DP) immerhin zwei bestätigt. Und dann ist der Archivzugang für die Regisseure und Drehbuchschreiber noch nicht einmal erwähnt. Dokumentarfilme über Luxemburg sind derzeit nicht zu machen, wenn man historisches Material braucht. Dafür funktioniert aber das 700.000 Euro teure Dolby Atmos Soundsystem in Ciné Starlight einwandfrei.