Bericht
Kaum merklicher Anstieg häuslicher Gewalt durch Covid-19
Die „Bleift doheem“-Politik hat derzeitigen Erkenntnissen zufolge zu keiner wesentlichen Erhöhung der Polizeieinsätze und Wegweisungen wegen häuslicher Gewalt geführt. Verglichen mit dem Vorjahr gingen beide Zahlen jedoch 2019 nach oben. Das geht aus dem jetzt vorliegenden Bericht des Komitees zur Bekämpfung der häuslichen Gewalt hervor.
Gleichheitsministerin Taina Bofferding will häuslicher Gewalt in Zukunft noch besser vorbeugen Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Covid-19 hatte seit März die Haushalte in Luxemburg dazu gezwungen, länger und öfters zusammenzubleiben. Das von der Regierung propagierte „Bleift doheem“ sollte dazu beitragen, eine Verbreitung des Virus abzubremsen. Mit Erfolg, wie die wöchentlich schrumpfenden Zahlen von Neuinfektionen zuletzt gezeigt hatten. Doch die Lockdown-Phase stellte Familien und Partnerschaften vor große neue Herausforderungen. Das Zusammenleben auf engem Raum erhöhte das Konfliktrisiko und die Gefahr von Handgreiflichkeiten in der kleinen Gemeinschaft. Erhöhte Spannungen seien vorprogrammiert gewesen, aber das habe nicht unbedingt zu mehr häuslicher Gewalt geführt, so Gleichheitsministerin Taina Bofferding (LSAP) am Donnerstag.