Pädokriminalität in Luxemburg

Justizministerin erklärt Verzögerungen bei Ermittlungen im aktuellen Missbrauchsfall

Ein aktueller Fall von Pädokriminalität in Luxemburg hat vor Kurzem hohe Wellen geschlagen. Erst sechs Jahre nach der ersten Meldung kam es zum Prozess. Justizministerin Margue (CSV) hat am Mittwoch auf Nachfrage von Marc Baum („déi Lénk“) mitgeteilt, warum es zu Verzögerungen bei der Justiz kam.

Laut Justizministerin Margue ist die Untersuchungshaft auch in sensiblen Fällen keine automatische Maßnahme

Laut Justizministerin Margue ist die Untersuchungshaft auch in sensiblen Fällen keine automatische Maßnahme Symbolbild: Canva

Ein Urteil wegen Pädokriminalität hat Luxemburg vor Kurzem in Aufruhr versetzt. Der angeklagte Familienvater soll neben dem Besitz und der Weitergabe von zahlreichen kinderpornografischen Inhalten auch Inzest begangen und inzestuöse Inhalte angefertigt haben. Europol machte die Luxemburger Kriminalpolizei bereits 2019 auf den Fall aufmerksam. Eine Wohnungsdurchsuchung fand neun Monate später statt, die Auswertung der mehr als 10.000 sichergestellten Fotos dauerte drei Jahre. Im Februar 2025 kam es zum Prozess und am vergangenen 27. März wurde das Urteil gesprochen – sechs Jahre nach der Meldung von Europol.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Menschenrechte

Der in Luxemburg ansässige Konzern Ternium steht weiter in der Kritik

Tuning und Regeln für alle

Was E-Scooter-Fahrer wissen müssen