Menschenrechte
Jahresbericht von Amnesty International bestätigt Zunahme des Autoritarismus
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat in ihrem Jahresbericht eine Zunahme autoritärer Praktiken und die gewaltsame Unterdrückung abweichender Meinungen weltweit festgestellt. Derweil herrscht Untätigkeit angesichts von Ungleichheit und Klimawandel.
Alessandro Morini und David Pereira Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Schon zu Beginn der Pressekonferenz in den Räumen des hauptstädtischen „CID Fraen a Gender“ wies David Pereira, Generaldirektor von Amnesty International Luxembourg, auf den „Trump-Effekt“ hin. Zwar seien bereits vor dem Amtsantritt des US-Präsidenten globale Rückschritte in Sachen Menschenrechte zu beobachten gewesen. Der aktuelle Bericht zeige eine „Kontinuität im Vergleich zu den vergangenen Jahren“, konstatiert Alessandro Morini, Präsident des Verwaltungsrats der Luxemburger Amnesty-Sektion. Die ersten hundert Tage von Donald Trumps Präsidentschaft hätten jedoch diese Trends und diese Dynamik, die im Jahr 2024 zu beobachten waren, noch verstärkt.