Zwölfter Tag im Bommeleeër-Prozess
„In der Affäre Bommeleeër ist nichts undenkbar“
Das Dutzend an Verhandlungstagen im Gerichtsverfahren um Falschaussagen im Bommeleeër-Prozess von 2013/14 ist voll. Zwei Tage nach Kleeschen schenken sich Anklage und Verteidigung nichts. Derweil schlüpfen die Vertreter der Nebenklage aus ihrer Houseker-Rolle und legen nach.
Die stellvertretende Staatsanwältin Dominique Peters kommt zu Wort und unter Beschuss Zeichnung: Tageblatt/Kim Kieffer
Ihre Falschaussagen hätten verhindert, die Bommeleeër herauszufinden. Maître Philippe Penning nennt es eine „perte des chances“. In dem Prozess, bei dem sechs Angeklagte* wegen Falschaussagen vor Gericht stehen und in dem bereits mehrmals Goethes „Faust“ zitiert wurde, sorgte der Vertreter des Staates als Nebenkläger am zwölften Verhandlungstag sozusagen für den „Prolog im Himmel“ – für den Auftakt des Geschehens. Penning wies auf den „Schaden an der Reputation und an der Glaubwürdigkeit der staatlichen Institutionen“ hin, zu dem die mutmaßlichen Falschaussagen der angeklagten Ex-Gendarmen respektive Ex-Polizisten beigetragen haben.