„Planning familial“
Immer mehr Opfer sexueller Gewalt in Luxemburg brechen ihr Schweigen
Der neue Tätigkeitsbericht des „Planning familial“ zeigt besorgniserregende Zahlen zu Gewalt und mangelnder Sexualaufklärung. Die Organisation fordert tiefgreifende Reformen – vor allem in den Schulen.
Frühe Aufklärung hilft, Gewalt zu verhindern – und Tabus zu brechen Symbolbild: Fabian Sommer/dpa
In einer Zeit, in der sexuelle und reproduktive Rechte europaweit wieder unter Druck geraten, positioniert sich das „Planning familial“ in Luxemburg bewusst als Anlaufstelle – nicht nur für medizinische Versorgung und Beratung, sondern auch als gesellschaftliche Stimme für Selbstbestimmung, Gleichstellung und Aufklärung. „Daran zu erinnern, dass der Körper der Frauen ihnen gehört, ist kein Slogan, sondern ein Grundrecht.“ Mit diesen Worten beginnt die Organisation ihren kürzlich veröffentlichten Tätigkeitsbericht für 2024. Laut Bericht leben 22 Prozent der Frauen in Luxemburg in prekären Situationen. Das schränkt ihren Zugang zu Gesundheitsversorgung, Verhütungsmitteln und verlässlicher Information erheblich ein.