Prozess um IS-Kämpfer

Hasserfüllt, frustriert und extrem brutal: Lebenslange Haft für Steve Duarte gefordert

Eine lebenslange Haft forderte die Staatsanwaltschaft im Prozess gegen den IS-Kämpfer Steve Duarte. Als hasserfüllt, frustriert und extrem brutal wurde der in Luxemburg geborene und aufgewachsene Portugiese beschrieben. Die Exekution fünf irakischer Kurden soll er angeführt haben. 

Grausame Erschießung von fünf Gefangenen: Für die Staatsanwaltschaft steht fest, dass Steve Duarte nicht nur Teil des Exekutionskommandos war, sondern es auch anführte. Identifiziert wurde er u.a. von seiner Mutter und seiner Frau.

Grausame Erschießung von fünf Gefangenen: Für die Staatsanwaltschaft steht fest, dass Steve Duarte nicht nur Teil des Exekutionskommandos war, sondern es auch anführte. Identifiziert wurde er u.a. von seiner Mutter und seiner Frau. Screenshot RTL

Am zweiten Tag im Prozess gegen den Dschihadisten Steve Duarte wurde dessen Zeit in Syrien und Irak beleuchtet, nachdem am Vortag die Radikalisierung in Luxemburg und insbesondere die Rolle der Tahwit-Moschee in Esch thematisiert worden war. Dort waren Duarte und die ebenfalls angeklagten Brüder Anes und Denis O. sowie Benisen R. ein und aus gegangen. Für die drei, wahrscheinlich toten Brüder im Geiste Duartes, hatte der Staatsanwaltschaft am Donnerstag 15 Jahre Gefängnis gefordert. Duarte selbst soll sich noch immer in einem kurdischen Gefängnis in Nord-Syrien befinden. Seit 2022 gibt es jedoch kein Lebenszeichen von ihm. Der Prozess fand in Abwesenheit der Angeklagten statt und ohne einen Rechtsbeistand. Solange kein Todesschein vorliegt, gelten die vier IS-Kämpfer für die Justiz nicht als tot.

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