Offener Brief an Claude Meisch

„Här Minister, wéi vill sinn Iech d’Schüler aus de Kompetenzzentre wierklech wäert?“

„Sind Kinder mit spezifischen Bedürfnissen weniger wichtig?“ Diese Frage stellen die Gewerkschaft OGBL und die Vertretung des Personals der Kompetenzzentren, APCCA, Bildungsminister Claude Meisch in einem offenen Brief. Sie kritisieren, dass es bisher keine genauen Angaben des Ministeriums darüber gibt, wie die Kompetenzzentren mit der Corona-Krise umgehen sollen. 

Aus dem Brief geht hervor, dass das Bildungsministerium die bisher gefassten Beschlüsse auf Biegen und Brechen umsetze – und das auf Kosten der Kinder aus den Kompetenzzentren, der Eltern und des Personals

Aus dem Brief geht hervor, dass das Bildungsministerium die bisher gefassten Beschlüsse auf Biegen und Brechen umsetze – und das auf Kosten der Kinder aus den Kompetenzzentren, der Eltern und des Personals Foto: Anne Lommel

Das Bildungsministerium setze die bisher gefassten Beschlüsse auf Biegen und Brechen um – und das auf Kosten der Kinder aus den Kompetenzzentren, der Eltern und des Personals. Das sagen die Gewerkschaft OGBL und die APCCA, Vertretung des Personals der Kompetenzzentren, in einem gemeinsamen offenen Brief an Bildungsminister Claude Meisch. Es sei unverantwortlich, den einzelnen Direktionen die Organisation der „Corona-Rentrée“ zu überlassen. Sie fordern mehr Details, wie Kinder mit spezifischen Bedürfnissen adäquat betreut werden können. 

Unter anderem kritisieren die beiden Organisationen, dass besagte Kinder nicht in den „Maisons relais“ betreut werden, und das ohne irgendeine Alternative, und dass es keine Betreuung vor 8 Uhr gibt. Dies sei nicht mit dem Berufsleben der Eltern vereinbar. Für die Kompetenzzentren würde sich durch die aktuelle Situation viel ändern. Zahlreiche Aktivitäten, wie etwa jene in der „Leierkichen“ oder im „Snoezelraum“, könnten nicht stattfinden. „Soll nun nur noch Frontalunterricht gemacht werden?“, fragen OGBL und APCCA den Bildungsminister. Es sei „héich Zeit“, dass sich der Bildungsminister hierzu äußere.

 

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