Impfungen
HRS-Affäre: „Wir haben uns nicht vorgedrängelt“
Die sehr kurzfristig einberufene Pressekonferenz der Robert-Schuman-Gruppe hätte auch anders verlaufen können. Der Präsident des Verwaltungsrates kündigte weder seine Demission an, noch sah er es ein, sich für die umstrittene Impfaktion an seiner Person und an den zwei Vizepräsidenten Michel Wurth und Claude Seywert zu entschuldigen. Stattdessen rechtfertigte er in einem 25-minütigen Monolog das Vorgehen der drei Mitglieder. Es folgte eine mindestens genauso lange Fragerunde.
Nein, die eilig einberufene Pressekonferenz wurde nicht etwa einberufen, um sich zu entschuldigen. Der Präsident des Verwaltungsrates der HRS-Gruppe holte im Gegenteil weit aus und war bemüht, teils mit klaren, teils mit konfusen Aussagen, den Sachverhalt zu erklären. Kritik richtete er an jene, die es gewagt hatten, ihm eine Lektion in Sachen Moral und Anstand… Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Das Fazit von Jean-Louis Schiltz, Präsident des Verwaltungsrates der „Hôpitaux Robert Schuman“ (HRS), ist klar und deutlich: „Wir haben uns nicht vorgedrängelt, wir haben einen Plan nach Prioritäten durchgezogen. Wir haben niemandem die Impfung weggenommen, der sie dringend brauchte.“ Man habe nachgefragt, ob jemand direkt geimpft werden müsse. In diesem Fall hätte man einer solchen Person den Vortritt gegeben. Das sei aber nicht der Fall gewesen, sagte er.