Migration
Gloden und Hahn stellen die Bilanz 2024 ihrer „verantwortungsvollen Asylpolitik“ vor
Die Zahl der Asylanträge in Luxemburg ist im vergangenen Jahr um 18 Prozent zurückgegangen. Das ist eines der Ergebnisse, die Léon Gloden (CSV) und Max Hahn (DP) bei ihrer gemeinsamen Pressekonferenz präsentierten. Die beiden Minister beteuerten, eine Asylpolitik mit „Herz und Verstand“ zu betreiben.
Aushängeschild? Die „Maison retour“, einst „Structure d’hébergement d’urgence Kirchberg“ (SHUK) Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Serge* versteht die Welt nicht mehr. „Ich stehe jeden Morgen um fünf Uhr früh auf und gehe zur Arbeit, um meine Ausbildung erfolgreich abzuschließen und auf eigenen Beinen zu stehen“, sagt der abgelehnte Asylbewerber aus einem westafrikanischen Land. „Meine Arbeitskraft wird hier gebraucht. Doch ich habe drei Negativbescheide erhalten. Das schmerzt.“ Der junge Mann, der nicht mit seinem richtigen Namen genannt werden möchte, ist verzweifelt. Denn momentan sieht er keinen Ausweg aus seiner Situation. Ähnlich geht es Victor*. Auch der Venezolaner absolviert im Großherzogtum eine Lehre. Doch auch seine Zukunft ist nach der Ablehnung seines Antrags auf internationalen Schutz (DPI) ungewiss.