Offener Brief
Gewalt, Service, Abdeckung: LSAP-Mitglieder beklagen Zustand des öffentlichen Transports
Fünf LSAP-Mitglieder, darunter ein Vorstandsmitglied, beklagen in einem offenen Brief ihrer Ansicht nach dringend zu ändernde Missstände, damit der kostenlose Transport in Luxemburg überhaupt zu einer echten Alternative werden könne.
Montage: Frank Göbel
„Die Einführung des kostenlosen öffentlichen Transports zum 1. März ist ein wichtiger Schritt nach vorne für unser Land“, stellen fünf LSAP-Mitglieder in einem Leserbrief fest – gleichzeitig sehen sie aber noch „Haken im Detail“, die man nicht ignorieren könne. In einem offenen Brief werden diese genauer dargelegt. Dabei beschäftigen die Unterzeichner drei größere Punkte.
Zunächst wird das Fehlen einer „landesweiten gerechten Anbindung“ moniert: Besonders im Norden und im Osten sei diese einfach nicht vorhanden.
Des Weiteren wird der Rückbau des Personals kritisiert, der besonders die ältere Generation treffe, die „nicht mit der Digitalisierung klarkommt“. Ihr fehle es an persönlichen Ansprechpartnern, außerdem seien viele Bahnhöfe immer noch nicht barrierefrei („behindertengerecht“) ausgebaut.
Als Drittes wird beklagt, das „Gewaltpotenzial“ an Bahnhöfen und im öffentlichen Transport nehme „immer mehr zu“. Konkret verwiesen wird auf eine Gewalttat, die sich am Freitag, 10. Januar, am frühen Abend praktisch direkt über dem Bahnhof, im Fußgängerüberweg, ereignet hat. Dabei wurde ein Mensch ausgeraubt und durch Messerstiche verletzt. Die Arbeit im öffentlichen Transport sowie dessen Nutzung sei für viele Menschen mit Risiken und Ängsten verbunden, weshalb eine Lösung für die „unmögliche Situation“ gefunden werden müsse.
Den ganzen Brief kann man hier als PDF herunterladen.
Unterzeichner des Briefes sind Aurore Rössler (Vorstandmitglied), Tina Koch (Präsidentin LSAP-Nord), Marcel Maack (LSAP-West), Claire Delcourt (Zentrum) und Joelle Pizzaferri (Süden).