Gesetzesänderung

Generation ohne Beutel: Luxemburgs zwiespältiges Verhältnis zum Tabak

Luxemburg soll ein neues Anti-Tabak-Gesetz bekommen. Bei neuen Nikotinprodukten wird zum Schutz der Jugend hart reguliert, traditionelle Raucher bleiben unberührt. Derweil treibt die Steuer auf Zigaretten so viel Geld in die Staatskassen wie nie. Über Luxemburgs gespaltenes Verhältnis zum Tabak.

Tabakfreie Nikotinbeutel: In Belgien sind sie schon verboten, in Frankreich bald auch. Und in Luxemburg?

Tabakfreie Nikotinbeutel: In Belgien sind sie schon verboten, in Frankreich bald auch. Und in Luxemburg? Foto: dpa/Robert Michael

Sie sehen unscheinbar aus. Kleine, rechteckige, helle Täschchen, gerade einmal so groß, dass sie zwischen Zahnreihe und Lippe passen. Nikotinbeutel, besser bekannt als „Pouches“, haben nicht die ikonische Form einer Zigarette, sie sind keine technischen Gadgets wie E-Zigaretten oder Vaporizer. Und trotzdem beschäftigen sie gerade Gesetzgeber in ganz Europa. Belgien hat die kleinen Beutel bereits 2023 verboten, Frankreich wird bald folgen, das kündigte Gesundheitsministerin Geneviève Darrieussecq vergangene Woche an. Auch Luxemburg ist gerade dabei, sein Tabakgesetz in dieser Hinsicht zu überarbeiten. Eine Reaktion auf die vielen neuen Nikotinprodukte, von Beuteln bis zu Einweg-Vapes, die in den vergangenen Jahren den Markt erobert haben und die – wenn man den Studien glaubt – besonders beliebt bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren