Debatte zur Außenpolitik

„Früher Motor, heute Passagier“: Opposition kritisiert mangelnde luxemburgische Initiative

Einen Tag nach der Rede von Außenminister Xavier Bettel (DP) debattiert das Parlament über Luxemburgs Diplomatie. Konfliktpunkte gibt es dabei vor allem beim Umgang mit China, dem Spannungsverhältnis von Menschenrechten und Handel – sowie bei Europas Verhalten gegenüber den USA unter Trump.

Für ihn fehlt der luxemburgischen Außenpolitik Plan und Kompass: der LSAP-Abgeordnete Yves Cruchten

Für ihn fehlt der luxemburgischen Außenpolitik Plan und Kompass: der LSAP-Abgeordnete Yves Cruchten Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Yves Cruchten liefert den Satz des Tages schon in der zweiten Stunde der langen Parlamentssitzung an diesem Mittwochnachmittag: „Wir haben die Hose tief runtergelassen und die ganze Welt kennt unseren nackten Hintern.“ Was der LSAP-Politiker mit diesem sehr bildhaften Vergleich beschreibt, ist die Position der EU gegenüber Donald Trump im Handelsstreit um die US-Tarife. Die Einigung der beiden Parteien nennt Cruchten einen „Kniefall“ Europas vor Trump, es sei „kein Deal“ gewesen, sondern „ein Diktat“. Man müsse sich schämen, Europäer zu sein, so der Abgeordnete. Mit dieser Einigung habe Europa ein Zeichen der Schwäche in die ganze Welt gesendet – der „nackte Hintern“ eben.

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