Asylbewerber auf die Straße gesetzt

Familienminister Hahn rechtfertigt Vorgehensweise des Aufnahmeamts ONA

Vor zwei Wochen wurde eine Familie vom Nationalen Aufnahmeamt auf die Straße gesetzt – Marianne Donven kritisierte deswegen die Luxemburger Asylpolitik scharf. Familienminister Hahn versucht jetzt, die Wogen zu glätten und erklärt die Prozedur, die hinter der Entscheidung steht.

Steht in der Kritik: Die „Structure d’hébergement d’urgence au Kichberg“, die in die „Maison de retour“ umgewandelt wurde

Steht in der Kritik: Die „Structure d’hébergement d’urgence au Kichberg“, die in die „Maison de retour“ umgewandelt wurde Archivfoto: Editpress/François Aussems

Die öffentliche Kritik und der Rücktritt von Marianne Donven am Dienstag haben eine regelrechte Lawine ins Rollen gebracht – und Einzelschicksale der Luxemburger Asylpolitik ins Rampenlicht gerückt. Am 10. Januar wurde eine Mutter mit ihren beiden Kindern vom „Office national de l’accueil“ (ONA) auf die Straße gesetzt. Auch am Mittwoch sollte eine Familie mit Kind ihre Unterkunft in einer Struktur der ONA verlassen. In einer Antwort auf eine parlamentarische Frage von Sven Clement (Piraten) rechtfertigt Max Hahn (DP), Minister für Familie, Solidarität, Zusammenleben und Unterbringung von Flüchtlingen, das Vorgehen des ONA.

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