Auf die Straße gesetzt
Fall einer Mutter mit zwei Kindern löst Aufregung aus – Motion von „déi gréng“ zur Asylpolitik wird in der Chamber abgelehnt
Die Asylpolitik der Regierung steht in der Kritik. Nachdem Marianne Donven ihren Unmut öffentlich gemacht hat, reichen die Grünen eine Motion in der Chamber ein – und fordern zum Umdenken auf.
Ist die „Maison de retour“, ehemals „Structure d’hébergement d’urgence au Kichberg“, für Familien mit Kindern geeignet? Foto: Editpress/Max Echternkamp
Mit scharfer Kritik hat Marianne Donven, Leiterin des Restaurants „Chiche“, am Dienstag auf Facebook angekündigt, dass sie aus dem „Conseil supérieur de la sécurité civile“ ausgetreten ist und als Staatsangestellte gekündigt hat. Der Grund: die „unmenschliche und skrupellose“ Politik von Innenminister Léon Gloden (CSV) und Familienminister Max Hahn (DP). Mit ihrem Post hat Donven offenbar einen Stein ins Rollen gebracht: Der Grünen-Abgeordnete Meris Sehovic reichte am Mittwoch eine Motion im Parlament ein, die am Nachmittag debattiert wurde. Darin fordert er die Regierung zum Umdenken in Sachen Asylpolitik auf. Unterstützt werden „déi gréng“ dabei von der LSAP, den Piraten und „déi Lénk“. Die Motion wurde allerdings abgelehnt – 20 Stimmen sprachen sich dafür aus, 39 waren jedoch dagegen. Enthaltungen gab es keine.