Impfpflicht im CHL

FHL fordert Gutachten der nationalen Ethikkommission – Luxemburgs Ärztevertretung erkennt kein ethisches Dilemma

Luxemburgs Krankenhäuser reagieren zaudernd auf den Impfpflicht-Vorstoß des „Centre hospitalier de Luxembourg“ (CHL): Der Dachverband der Krankenhäuser (FHL) würde ein Gutachten der nationalen Ethikkommission bevorzugen. Die Ärztevereinigung AMMD erkennt hingegen kein ethisches Dilemma.

Die FHL fordert ein Gutachten der nationalen Ethikkommission – während AMMD-Präsident Alain Schmit kein ethisches Vergehen sieht

Die FHL fordert ein Gutachten der nationalen Ethikkommission – während AMMD-Präsident Alain Schmit kein ethisches Vergehen sieht Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Die „Fédération des hôpitaux luxembourgeois“ (FHL) zeigt sich in einer ersten Stellungnahme gegenüber dem Tageblatt überrascht. Die Entscheidung von CHL-Direktor Romain Nati sei nicht mit der FHL abgesprochen worden. Die FHL wolle weiterhin auf Sensibilisierung setzen. „Die FHL bleibt bei ihrer Überzeugungspolitik, damit sich die Angestellten impfen lassen. Jene, die sich nicht impfen lassen wollen, werden dreimal in der Woche getestet“, antwortet der Dachverband der Krankenhäuser auf Anfrage des Tageblatt. Das seien auch die Anforderungen, die auf einer legalen Basis ruhen würden. Ohne legale, sektorielle Impfpflicht würde eine arbeitsrechtliche Diskriminierung entstehen, die zudem rechtlich angefochten werden könnte. Wie es aus dem Sekretariat der FHL heißt, sei man dahingehend aber auch noch nicht in Kontakt mit der „Santé“ getreten. Man sieht die Bringschuld bei der Politik: „Es wäre interessant, ein Gutachten der nationalen Ethikkommission einzuholen“, schreibt die FHL in ihrer Stellungnahme.

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