Union des Syndicats
„Et leeft guer net gutt mam Sozialdialog“
Die „Union des syndicats“ zeigt sich besorgt über den Zustand des Sozialdialogs. Weder zur Umsetzung der Mindestlohnrichtlinie noch zur Plattformarbeit oder zu KI seien bislang Entscheidungen getroffen worden. In einem Brief fordern OGBL und LCGB Premier Luc Frieden auf, eine Dringlichkeitssitzung einzuberufen.
Francis Lomel, Patrick Dury (beide LCGB), Nora Back und David Angel (beide OGBL) am Freitagvormittag in der Salariatskammer Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Während der Regierungsrat im Staatsministerium tagte und Fotos von gut gelaunten Ministerinnen und Ministern verschickte, zeigte sich die „Union des syndicats OGBL et LCGB“ (UdS) am Freitagvormittag auf einer Pressekonferenz in der Salariatskammer zutiefst besorgt, „well et guer net gutt leeft mam Sozialdialog zu Lëtzebuerg“, wie OGBL-Präsidentin Nora Back darlegte. Die „Sozialronnen“, die CSV-Premier Luc Frieden nach der erfolgreichen nationalen Demonstration gegen die Regierungspolitik im vergangenen Jahr einberufen hatte, deuteten die Gewerkschaften als von Patronat und Regierung gemeinsam inszenierte „Farce“ oder „Show“ und boykottierten den ständigen Beschäftigungsausschuss CPTE, verhandelten nur noch bilateral mit der Regierung, ohne das Patronat.