Wahlen
„Et gëtt net gesouert a gejéimert“: Francine Closener und die LSAP sind bereit für die Oppositionsbank
Die LSAP scheint ihre Rolle als Oppositionspartei bereits angenommen zu haben. Diesen Eindruck vermittelt Parteipräsidentin Francine Closener jedenfalls im Interview. Sie blickt mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf den Wahlsonntag zurück und spricht über die Prioritäten ihrer Partei als stärkste Oppositionskraft.
LSAP-Parteipräsidentin Francine Closener: „Wir haben eine Verpflichtung gegenüber den knapp 20 Prozent der Wähler, die uns unterstützt haben“ Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Am zweiten Morgen nach den Wahlen ist es ruhig um die Chamber am Krautmarkt. Am späten Vormittag kommt die LSAP-Fraktion zusammen. Mit dabei sind die neuen Abgeordneten, die am 24. Oktober vereidigt werden. „Es war ein informelles Treffen. Wir haben unsere neuen Fraktionsmitglieder begrüßt, ihnen erklärt, was auf sie zukommt, und uns bei den scheidenden Abgeordneten bedankt“, sagt Parteipräsidentin Francine Closener. Die Sozialisten gehörten zu den Gewinnern bei den Wahlen. Mit 18,91 Prozent wurde die LSAP zweitstärkste Kraft hinter der CSV, auch wenn sie drei Sitze weniger hat als die drittstärkste Partei, die DP. So geht es für die LSAP wohl in die Opposition. Eine Rolle, die die Partei zwei Tage nach der Wahl schon angenommen hat und eine CSV-DP-Regierung bereits vorwarnt, was sie zu erwarten hat.