Sechster Tag des Bommeleeër-Prozesses
Erster Höhepunkt: Fünf Angeklagte kommen zu Wort – und bringen einiges zur Sprache
Am sechsten Verhandlungstag sind erstmals fünf der sechs Angeklagten zu Wort gekommen. Drei von ihnen machten dabei zwar von ihrem Recht Gebrauch, keine weiteren Fragen mehr zu beantworten – und haben trotzdem einiges zur Sprache gebracht.
Die Zeiten ändern sich: Eine Übung der Brigade Mobile im Jahr 1986 Foto: Guy Jallay
Guy Stebens wirkt noch gefasst, als er vor das Tribunal tritt. Sein Anwalt Me Georges Pierret hat darauf aufmerksam gemacht, dass sein Mandant von seinem Recht Gebrauch macht, nicht auszusagen. Dennoch hat Stebens etwas zu sagen: „Ich habe mir wirklich nichts vorzuwerfen, zumindest nichts Strafbares.“ Dem 65-Jährigen stockt die Stimme und fällt es schwer, seine Erklärung zu verlesen. Er kämpft gegen die Tränen an. „Als junger Offizier habe ich bestimmt nicht alles richtig gemacht“, so Stebens, der zur besagten Zeit, um die es geht, 25 Jahre alt war. „Ich habe auf keinen Fall gelogen, in keiner Weise etwas behindert oder jemanden in Schutz genommen.“