OGBL

„Erhöhung der Miet- und Teuerungszulage war längst überfällig“

Die Gewerkschaft OGBL fordert, dass die Wohnungshilfen, die die Regierung im Rahmen der Corona-Krise beschlossen hat, auch nach Ende der sanitären Krise beibehalten werden. Die Erhöhung der Mietzulage und die Verdoppelung der Teuerungszulage wären ohnehin längst fällig gewesen. Der Spezialfonds zum Bau von erschwinglichem öffentlichen Wohnraum muss laut OGBL um mindestens das Zehnfache erhöht werden. Finanziert werden soll diese Erhöhung durch eine progressive Anhebung der Grundsteuer und eine höhere Besteuerung spezialisierter Investmentfonds (FIS).

„Die Erhöhung der Teuerungszulage ist längst überfällig. Sie hat seit Jahren an Wert und Wirksamkeit verloren, deshalb darf sie nach der Krise nicht wieder abgeschafft werden“, erklärt Frédéric Krier, Mitglied des geschäftsführenden Vorstands des OGBL

„Die Erhöhung der Teuerungszulage ist längst überfällig. Sie hat seit Jahren an Wert und Wirksamkeit verloren, deshalb darf sie nach der Krise nicht wieder abgeschafft werden“, erklärt Frédéric Krier, Mitglied des geschäftsführenden Vorstands des OGBL Foto: Editpress/Julien Garroy

Wohnungsbauminister Henri Kox („déi gréng“) hatte vergangene Woche auf einer Pressekonferenz Maßnahmen vorgestellt, mit denen die Regierung in der Corona-Krise Mieter auf dem privaten Wohnungsmarkt besser schützen und unterstützen will. Die wichtigsten Maßnahmen sind laut Kox das vorübergehende Verbot von Wohnungsräumungen („déguerpissements“), die Erhöhung und Erweiterung der Mietzulage sowie das Einfrieren der Mietpreise. Während die ersten beiden Maßnahmen mit dem Ende des Ausnahmezustands am 24. Juni auslaufen, soll letztere bis Ende des Jahres in Kraft bleiben. Bereits eine Woche zuvor hatte Familien- und Integrationsministerin Corinne Cahen (DP) darüber informiert, dass die Teuerungszulage für das Jahr 2020 verdoppelt werde.

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