Monarchie
Erbgroßherzog Guillaume wird Statthalter seines Vaters
Ob „sanfte Machtübertragung“ oder ein Anachronismus – sicher ist, dass die „Lieutenance“ aus dem 19. Jahrhundert stammt und heute kaum noch einen Sinn hat. Doch die Monarchie ist wieder im Gespräch.
Traumhochzeit: Prinz Guillaume und Prinzession Stéphanie im Oktober 2012 Foto: Alain Rischard/Editpress
Am Abend des 2. März 1998 hatte Großherzog Jean Premierminister Jean-Claude Juncker ins Großherzogliche Palais einbestellt, wo er ihm einen folgenschweren Beschluss mitteilte. Er werde Erbgroßherzog Henri die in Artikel 42 der Verfassung verankerte Funktion des „Lieutenant du Grand-Duc“ übertragen. Das Staatsoberhaupt berief sich dabei auf das Beispiel seiner Mutter, die ihn 1961 mit den gleichen Aufgaben betraut hatte. Juncker teilte den Beschluss der Abgeordnetenkammer mit.