Ombudsmann Charel Schmit

„Eltern sollten sich überlegen, wohin sie ihre Kinder mitnehmen“

Bei den Samstags-Demonstrationen der Impfgegner kristallisiert sich ein neuer Moment heraus. Kinder werden teils gezielt und medienwirksam von ihren Eltern als Schutzschilde eingesetzt. Was in Deutschland schon länger beobachtet wird, erreicht nun auch Luxemburg. Das Tageblatt hat bei Charel Schmit, Ombudsmann für Kinder und Jugendliche, nachgefragt, wie er das Vorgehen einschätzt.

Charel Schmit fällt die Bewertung der Situation schwer. Dennoch findet er klare Worte, sollte es sich bei den Demonstrationen um eine Instrumentalisierung der Kinder durch ihre Eltern handeln.

Charel Schmit fällt die Bewertung der Situation schwer. Dennoch findet er klare Worte, sollte es sich bei den Demonstrationen um eine Instrumentalisierung der Kinder durch ihre Eltern handeln. Foto: Editpress/Julien Garroy

Man müsste wissen, mit welcher Absicht die Kinder von den Eltern auf eine Demonstration mitgenommen werden, sagt Charel Schmit, Ombudsmann für Kinder und Jugendliche (OKaJu), im Tageblatt-Gespräch. „Die Leute gehen demonstrieren und wenn sie ihre Kinder mitnehmen, sind sie dafür verantwortlich“, sagt er. Laut Schmit sollte sich jeder Elternteil fragen, welche die Perspektive der Kinder ist: „Wie erlebt das Kind die Demo, welche Eindrücke sammelt es dort?“ 

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