Gesundheit

Elektronische Patientenakte: Mediziner würden sich über mehr Benutzerfreundlichkeit freuen

Jahrelang wurde in Luxemburg über die Einführung der elektronischen Patientenakte laut diskutiert. 2020 war es dann so weit. Die Bürger wurden per Post informiert, dass ihre Akte nun einsatzbereit ist. Und seitdem? Das Tageblatt hat bei der zuständigen „Agence E-Santé“ und der Vereinigung der Ärzte und Zahnärzte AMMD nachgefragt.

Die Ärzte sehen die Notwendigkeit der elektronischen Patientenakte, allerdings lasse sie sich schwer in den Berufsalltag integrieren, erklärt Dr. Guillaume Steichen von der AMMD

Die Ärzte sehen die Notwendigkeit der elektronischen Patientenakte, allerdings lasse sie sich schwer in den Berufsalltag integrieren, erklärt Dr. Guillaume Steichen von der AMMD Symbolbild: dpa/Benjamin Ulmer

Grundsätzlich befürwortet die AMMD die elektronische Patientenakte (DSP*). Behandelnde Mediziner können darin Dokumente, wie etwa Untersuchungsergebnisse oder Aufnahmen, hochladen. Mit der Erlaubnis des Patienten können dann andere Mediziner sie einsehen. Dazu muss der Patient den Arzt entweder selber freischalten (Whitelisting) oder ihm einen persönlichen Code geben. „Wir haben die Notwendigkeit erkannt, dass Patientendaten besser geteilt werden müssen. Wir haben das Projekt von Anfang an unterstützt“, sagt Dr. Guillaume Steichen, Generalsekretär der AMMD. Die Ärzteschaft ist sogar im Verwaltungsrat der zuständigen Agentur „E-Santé“ vertreten.

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