Öffentlicher Dienst

Eine Wahl zur Unzeit

Wären da nicht vereinzelte Werbeauftritte von Gewerkschaften, hätten die meisten im Land wohl nur am Rande oder überhaupt nichts von den zurzeit laufenden Sozialwahlen des öffentlichen Dienstes mitbekommen. Die Zeit eignet sich nicht gerade, um entsprechende Versammlungen abzuhalten, um Kampagnen mit den politischen Zielsetzungen der jeweiligen Gruppierungen, unter denen sich auch neue befinden, zu organisieren. Es ist eine Wahl zur Unzeit, an der die Regierung festhielt.

Romain Wolff, aktueller Präsident der Staats- und Gemeindebeamtenkammer sowie CGFP-Präsident. Auch seine Gewerkschaft findet den Zeitpunkt der Sozialwahl ungünstig.

Romain Wolff, aktueller Präsident der Staats- und Gemeindebeamtenkammer sowie CGFP-Präsident. Auch seine Gewerkschaft findet den Zeitpunkt der Sozialwahl ungünstig. Foto: Editpress-Archiv

Rund 40.000 Staats- und Gemeindebeamten, Grundschul- und Sekundarlehrern wurden – eine Woche vor dem eigentlichen Termin – ihre Umschläge zur Briefwahl (Wahlbüros gibt es bei diesem Urnengang keine) vor ein bis zwei Wochen zugestellt. Wie im Privatsektor wählen sie alle fünf Jahre eine repräsentative Kammer. Anders als bei den Sozialwahlen zur Bestimmung der Zusammensetzung der Arbeitnehmerkammer (CSL), setzt sich die „Chambre des fonctionnaires et employés publics“ aus 27 Vertretern und ihren Ersatzdelegierten zusammen. Bis zum 18. Februar mussten die Kandidaturen beim einzigen und somit zentralen Wahlbüro, dessen Präsident Marc Lemal ist, eingereicht werden, am 20. März dann sollten die Wahlzettel an die staatlichen und kommunalen Beschäftigten versendet werden; was nun allerdings, wohl aus Furcht vor Verzögerungen durch die aktuelle Lage, einige Tage vorher geschah 

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