Bommeleeër-Bis-Prozess
Eine Bewährungsstrafe und fünf Freisprüche
Im sogenannten Bommeleeër-Bis-Prozess wurde der frühere Leiter der „Brigade mobile de la Gendarmerie“ (BMG) Pierre Reuland zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren auf Bewährung und einer Geldstrafe von über 5.000 Euro verurteilt. Die anderen fünf Angeklagten wurden freigesprochen.
Im Bommeleeër-Bis-Prozess ist ein Urteil gefallen Foto: Pierre Matge
Die neunte Kriminalkammer des Bezirks Luxemburg hat am Donnerstagnachmittag das Urteil im Bommeleeër-Bis-Prozess verkündet. Angeklagt waren sechs ehemalige hochrangige Offiziere der einstigen Gendarmerie sowie Ermittler der Kriminalpolizei. Doch nur einer wurde verurteilt: der frühere Leiter der „Brigade mobile de la Gendarmerie“ (BMG) und spätere Generaldirektor der Polizei Pierre Reuland. Er bekam eine Gefängnisstrafe von drei Jahren, jedoch komplett auf Bewährung.
Den Angeklagten war vorgeworfen worden, im Zeugenstand beim eigentlichen Bommeleeër-Prozess in den Jahren 2013/14, der im Juli 2014 nach 177 Verhandlungstagen ausgesetzt worden war, falsch ausgesagt zu haben. Aus Zeugen wurden damit Beschuldigte. Einmal mehr war die bis heute ungeklärte Anschlagsserie Mitte der 80er Jahre wieder ans Licht der Öffentlichkeit gerückt.