Visite von Benelux-Staaten

Ein Land am Scheideweg: Moldau zwischen EU-Mitgliedschaft und russischer Destabilisierung

Auf Initiative von Außenminister Xavier Bettel befindet sich eine Benelux-Delegation in Moldau. Zwischen EU-Beitrittsverhandlungen, Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag und wegweisenden Parlamentswahlen bekunden die Benelux-Länder ihre Unterstützung für ein von russischen Einflüssen geprägtes Land und versuchen den Eindruck von Einflussnahme tunlichst zu vermeiden.

Der belgische Außenminister Maxime Prévot, Luxemburgs Chefdiplomat Xavier Bettel, der Luxemburger Botschafter für Moldau Alain de Muyser und die niederländische Generaldirektorin für europäische Zusammearbeit Heleen Bakker vor dem moldawischen Präsidentenpalast in Chisinau

Der belgische Außenminister Maxime Prévot, Luxemburgs Chefdiplomat Xavier Bettel, der Luxemburger Botschafter für Moldau Alain de Muyser und die niederländische Generaldirektorin für europäische Zusammearbeit Heleen Bakker vor dem moldawischen Präsidentenpalast in Chisinau Foto: Sidney Wiltgen/Editpress

Eine Woche nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine klingelt das Telefon in Brüssel. Die Republik Moldau, gebeutelt von russisch unterstützten Unabhängigkeitsbestrebungen der an der Grenze zur Ukraine gelegenen Region Transnistrien, will EU-Mitgliedstaat werden. Knapp drei Jahre später entscheidet das Land bei den Parlamentswahlen in einem Monat über seine Zukunft. Wie wird sich die Republik Moldau zwischen russischen Interferenzen und der Aussicht auf EU-Roaming entscheiden? Außenminister Xavier Bettel (DP) will die Benelux-Reise nach Chisinau nicht als Einmischungsversuch verstanden haben wollen. „Die Moldawier müssen entscheiden und haben die Wahl“, sagt Bettel gegenüber der Luxemburger Pressedelegation in Chisinau. „Ich weiß, wie ich mich entscheiden würde.“

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