Drogenbericht
EU „zutiefst besorgt“: Mehr Drogen, mehr Tote, mehr Gewalt
Europa bekommt das Drogenproblem nicht in den Griff. Der Konsum illegaler Substanzen fordert immer mehr Menschenleben. Nach einem EU-Bericht wurden zuletzt Rekordmengen beschlagnahmt. Von einer „großen Bedrohung“ ist die Rede. Das darin gelieferte Zahlenmaterial zu Luxemburg ist allerdings wenig aufschlussreich.
Luxemburg gehört zu den fünf europäischen Staaten, die das von der Weltgesundheitsorganisation festgelegte Ziel erreichen konnten Foto: picture alliance/dpa
Alarm an der Drogenfront: In der Europäischen Union sterben immer mehr Menschen aufgrund von Überdosierungen. Zudem kommen immer mehr hochpotente und äußerst gefährliche Substanzen auf den Markt. Der jüngste Konsum der häufigsten illegalen Substanzen – also Opioide, Kokain, Amphetamine, MDMA und Cannabis – liege in Luxemburg zwar unter den jeweiligen Durchschnittsraten in der Europäischen Union, dennoch sei dieses Verhalten weiterhin für akute und chronische Gesundheitsprobleme verantwortlich, etwa HIV-Infektionen und Hepatitis C. Das geht aus einem Schreiben des Luxemburger Gesundheitsministeriums vom Freitag hervor.