Medienbericht

Dieschbourg wusste bereits vor den Abgeordneten von Weiterleitung des Dossiers

Das Dossier der Luxemburger Staatsanwaltschaft zum Fall Dieschbourg fand vor knapp drei Wochen an einem Donnerstag seinen Weg in die Chamber. Die Abgeordneten wurden am Tag darauf darüber in Kenntnis gesetzt – die zu dem Zeitpunkt noch amtierende Umweltministerin Carole Dieschbourg wusste jedoch laut Aussagen des Verteidigungsministers François Bausch gegenüber dem Tageblatt bereits am Donnerstag Bescheid – noch vor den Abgeordneten. Justizministerin Sam Tanson bestätigte am Mittwoch bei 100,7, ihre nun Ex-Kollegin informiert zu haben.

Luxemburgs Justizministerin Sam Tanson (links) und mittlerweile Ex-Umweltministerin Carole Dieschbourg bei einer Gesprächsrunde im Jahr 2019

Luxemburgs Justizministerin Sam Tanson (links) und mittlerweile Ex-Umweltministerin Carole Dieschbourg bei einer Gesprächsrunde im Jahr 2019 Archivfoto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Der Schock kam am Freitagvormittag vor fast drei Wochen: Luxemburgs Umweltministerin Carole Dieschbourg („déi gréng“) legt ihr politisches Amt nieder. Hintergrund sind die „Gaardenhaischen“-Affäre rund um Roberto Traversini – und ein Ermittlungsdossier darüber, das die Staatsanwaltschaft am Vortag dem Parlament übermittelt hatte. Nun berichtet der Radiosender 100,7, dass Dieschbourg noch vor den Chamber-Abgeordneten über die Weiterleitung des besagten Dossiers wusste – ohne, dass sie selbst von der Staatsanwaltschaft darüber informiert wurde.

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