Vierter Tag des Bommeleeër-Prozesses

Die Quadratur des Kreises: Verhandlung bringt keine neuen Erkenntnisse

Die beiden pensionierten Polizeibeamten Guillaume Büchler und Armand Schockweiler, einst Ermittler in der Bommeleeër-Affäre, standen dieses Mal im Zentrum des Gerichtsverfahrens um Falschaussagen in dem legendären Mammutprozess von 2013/14. Sie hatten sich bei ihren Aussagen damals zumindest in Widersprüche verstrickt.

Aus der Balance: Justitia hat im Fall Bommeleeër eine harte Nuss zu knacken

Aus der Balance: Justitia hat im Fall Bommeleeër eine harte Nuss zu knacken Foto: Arne Dedert/picture alliance/dpa

Im Verdacht, an den Sprengstoffanschlägen der Bommeleeër beteiligt gewesen zu sein, stand er nie. Im Gegenteil: Der frühere „Sûreté“-Beamte Guillaume Bücheler war Mitglied der Gruppe von Ermittlern in dem Fall. Daher musste er auch beim Bommeleeër-Prozess 2013/14 aussagen – und verstrickte sich dabei in Widersprüche. Im aktuellen Verfahren der neunten Kriminalkammer des Luxemburger Bezirksgerichts tritt der 76-Jährige ohne Verteidiger auf. „Ich muss mir nichts vorwerfen“, hat er am ersten Verhandlungstag gesagt. „So brauche ich auch keinen Anwalt.“ Ihm wird eine ganze „Reihe von Ungereimtheiten“ in seinen damaligen Aussagen zu Last gelegt, wie der zuständige Ermittlungsbeamte in seinem Fall darlegt.

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