Gewalt gegen Frauen

Die „Mammutaufgabe“: Ministerium arbeitet an einem nationalen Aktionsplan gegen geschlechtsspezifische Gewalt

Eine von drei Frauen in Europa erfährt in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt. Die Statistiken zu geschlechtsspezifischer Gewalt sind erdrückend, doch trotz ratifizierter Istanbul-Konvention hinkt die Politik in vielen Ländern der Realität hinterher. In Luxemburg ist Gleichstellungsministerin Backes dabei, einen nationalen Aktionsplan gegen Gewalt aufzusetzen.

Eine Konferenz als erster Schritt zu einem Aktionsplan gegen geschlechtsspezifische Gewalt

Eine Konferenz als erster Schritt zu einem Aktionsplan gegen geschlechtsspezifische Gewalt Foto: Editpress/Julien Garroy

An einem kalten Montagmorgen im Januar haben sich mehr als 120 Menschen in einem Tagungsgebäude hoch oben auf den Hängen über der Mosel in Remich versammelt, um über Gewalt zu sprechen. Es ist die erste Konferenz über geschlechtsspezifische Gewalt, die das Ministerium für Gleichstellung und Diversität organisiert. Ministerin Yuriko Backes (DP) steht vorne am Rednerpult, spricht von einem „historischen Moment“. Der Saal ist voll, Expertinnen und Experten von mehr als 60 Institutionen sind gekommen, zivilgesellschaftliche Organisationen, Ministerien. Am Nachmittag werden sie in kleinen Workshops zu Themen arbeiten wie Ausbildung, Sensibilisierung und Information, Umgang mit Tätern und Opfern sowie Datenerhebung und Forschung.

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