Nach der Wahl
Die LSAP auf dem Weg der Veränderung
Eine Woche nach den ernüchternden Wahlergebnissen stehen bei der LSAP alle Zeichen auf Opposition. Über eine Partei, die mehr und mehr ihre historische Basis verliert. Und doch so jung und vital erscheint wie schon lange nicht mehr.
LSAP-Spitzenkandidatin Paulette Lenert (Mitte) und Kollegen in der Wahlnacht Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Es gab viel zu verdauen für die LSAP in der ersten Woche nach der Wahl. Da ist der Absturz von „déi gréng“, der das Ende der Gambia-Regierung besiegelte, der Wunschkoalition vieler LSAP-Mitglieder, und der den Traum von der ersten Premierministerin des Landes platzen ließ. Da sind die knappen Niederlagen bei der Restsitzverteilung und der Drei-Sitze-Rückstand auf die DP, die prozentual etwa gleichauf mit den Sozialisten lag. Und nicht zuletzt ist da auch das Tempo, mit dem Formateur Luc Frieden die Koalitionsgespräche zwischen CSV und DP aufs Gleis gestellt hat – ohne überhaupt intensiver mit der LSAP zu sondieren.