Wahlanalyse Norden

Die Grünen gehen leer aus, die Piraten profitieren davon

Im Norden des Landes fehlte es gestern nicht an Überraschungen. Für die wohl größte sorgte das Resultat des Energieministers Claude Turmes, der sowohl persönlich als auch mit seiner Partei heftig Federn ließ und somit den einzigen Sitz für „déi gréng“ aus dem Norden verlor. Nutznießer davon sind die Piraten, die in diesem Wahlbezirk zum ersten Mal einen Sitz erhielten. Ein Status quo gegenüber der Sitzverteilung von 2018 verzeichnen die LSAP, die DP, die CSV und die ADR.

Freibeuter im Freudentaumel: Sven Clement feiert mit dem neuen Nord-Piraten Ben Polidori

Freibeuter im Freudentaumel: Sven Clement feiert mit dem neuen Nord-Piraten Ben Polidori Foto: Editpress/Claude Molinaro

Vergleichen wir einmal die Resultate der neun Kandidaten, die es bei den letzten Legislativwahlen in die Abgeordnetenkammer schafften. Fangen wir mit der LSAP an, die 2018 ihren fünf Jahre zuvor ergatterten zweiten Sitz verloren hatte. Der verbliebene Sitz ging an Romain Schneider, der 12.331 Stimmen auf sich verbuchen konnte. Im Laufe der Mandatszeit rückte Claude Haagen nach, der als Zweitgewählter damals 7.721 Stimmen erhielt. Schneider ging gestern nicht mehr ins Rennen, dafür aber Haagen, der in seiner Heimatgemeinde Diekirch als ehemaliger LSAP-Bürgermeister 789 Stimmen erhielt, derweil der neue CSV-Bürgermeister Charel Weiler 947 Stimmen auf sich verbuchen konnte.

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