Kriminalität

Die 80er Jahre zwischen Bommeleeër-Affäre, Waldbilliger Bande und den „Tueurs du Brabant“

Der zweite Bommeleeër-Prozess wird ab 17. November die luxemburgische Öffentlichkeit beschäftigen. Aus diesem Anlass wirft das Tageblatt einen Blick zurück auf die Mitte der 80er Jahre, als nicht nur die Serie von Bombenanschlägen zwischen 1984 und 1986 das Land in Schrecken versetzte, sondern eine kriminelle Bande von 1983 bis 1985 zahlreiche Überfälle auf Banken, Juweliergeschäfte und Tankstellen beging: die Waldbilliger Bande.

Die Banque Internationale à Luxembourg (BIL) wurde am 30. Oktober 1985 zum Ziel des wohl spektakulärsten Bankraubs der Waldbilliger Bande

Die Banque Internationale à Luxembourg (BIL) wurde am 30. Oktober 1985 zum Ziel des wohl spektakulärsten Bankraubs der Waldbilliger Bande Foto: Editpress-Archiv

Die Kriminalität im Großherzogtum war in der ersten Hälfte der 1980er Jahre nur leicht angestiegen. In der belgischen Provinz Brabant hingegen gab es ab 1982 eine Reihe von brutalen Raubüberfällen. Die „Tueurs du Brabant“ hatten es u.a. auf Juweliere und Supermärkte abgesehen. Ihre Waffen stammten größtenteils aus Depots der Polizei. Die Bande ging dabei nicht nur mit besonderer Präzision und Professionalität vor, sondern mit äußerster Brutalität und Kaltblütigkeit. Bei ihren Verbrechen wurden 28 Menschen getötet und mehr als 20 verletzt. Die Gangster erschossen selbst unbeteiligte Passanten. So kamen bei einem Überfall auf einen Delhaize-Supermarkt in Overijse Ende September 1985 fünf Menschen ums Leben, bei einem weiteren im ostflämischen Aalst acht.

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