Dritter Tag des Bommeleeër-Prozesses
Der rosa Elefant: Die Nebenklage greift erneut in den Prozess um Falschaussagen ein
Eigentlich handelt es sich zurzeit doch „nur“ um die mutmaßlich falschen Zeugenaussagen im Bommeleeër-Prozess. Doch die „Mutter aller Affären“ schwebt über jedem Verhandlungstag in der neunten Kriminalkammer des Luxemburger Bezirksgerichts. Wie schon am ersten Tag geben auch am dritten die Nebenkläger den Ton an.
Ben Geiben bei der Eröffnung des Bommeleeër-Prozesses am 25. Februar 2013 Foto: Editpress-Archiv
Die Bommeleeër-Affäre ist eine große Wundertüte, das hat nicht nur jener Mammutprozess in den Jahren 2013 und 2014, der im selben großen Gerichtssaal über die Bühne ging, bewiesen. Die gesamte Affäre um jene 20 Sprengstoffanschläge in den 80er Jahren war bereits voller Volten, nachdem in Sachen Ermittlungen jahrelang so gut wie gar nichts geschehen war und aus einer Geschichte, die inmitten des Kalten Krieges stattgefunden hatte, die „Bombenstory“ des beginnenden 21. Jahrhunderts wurde.